Sächsische Kulturlandschaft in ihrer Breite erhalten

Autor: 
Dr. Eva-Maria Stange
Datum: 
17.06.2010

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, sprach zur Einbringung des SPD-Antrags „Sächsische Kulturlandschaft“. Botschaften ihrer Rede waren:

 

Stange: „Rotstiftpolitik der Staatsregierung trifft kulturelle Bildung.“

 

„Die von der schwarz-gelben Staatsregierung geplanten Kürzungen im Kulturbereich gehen vor allem zu Lasten von Kindern und Jugendlichen und einer lebendigen Kulturszene im ländlichen Raum.

 

Eine gerechte Gesellschaft braucht einen harmonischen Dreiklang aus Kultur,

Bildung und Sozialem. Auch wenn die bisher bekannten Kürzungen im Kulturhaushalt auf dem ersten Blick relativ harmlos klingen, so ergibt sich im Zusammenspiel der Töne aus dem Sozial- und Bildungsbereich eine unheilvolle Dissonanz. Die geplanten Kürzungen bei den Musikschulen um 1,5 Millionen Euro, die Kürzungen bei den Kulturraummitteln um 10 Millionen Euro in Verbindung mit der Streichung der Gelder für die Ganztagsangebote, die drastische Reduzierung der Mittel für Kinder- und Jungendarbeit treffen allesamt, Kinder und Jugendliche aber besonders hart. Werden dann noch die Kosten für Bus und Bahn erhöht, dann werden vor allem Kinder im ländlichen Raum von kultureller Bildung ausgeschlossen.

 

Durch die geplante Kommunalisierung der Landesbühne wird den Kulturräumen faktisch weniger Geld zur Verfügung stehen. Die Landesbühnen erfüllen eine überregionale Aufgabe. Wenn diese von den Kulturräumen wahrgenommen werden soll, muss ein finanzieller Ausgleich erfolgen. Andernfalls fehlen den Kulturräumen die Mittel für eigene Projekte und Initiativen. Die Folge ist eine Ausdünnung der über die Jahre aufgebauten kulturellen Landschaft. Insbesondere Institutionen, die auf ehrenamtlichem kulturellem Engagement aufbauen, werden ihre Pforten schließen müssen.

 

Eine Politik, die unsere blühende Kulturlandschaft erhält und pflegt, sieht anders aus. Die SPD-Fraktion wird in den anstehenden Haushaltsverhandlungen konkrete und machbare Alternativen vorlegen.“

 

Press-ID:
10-541