Wohnungslosigkeit in Sachsen aber nach wie vor großes Problem.
Dagmar Neukirch, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zur heutigen öffentlichen Anhörung des Landtagssozialausschusses zum Antrag „Wohnungslosigkeit im Freistaat Sachsen“:
Vogel-Strauß-Sozialpolitik der Staatsregierung:
Kein Bericht. Kein Problem?
Wohnungslosigkeit in Sachsen aber nach wie vor großes Problem.
„Die schwarz-gelbe Staatsregierung in Sachsen betreibt eine Vogel-Strauß-Sozialpolitik: Kein Bericht – kein Problem! Die heutige Anhörung des Sozialausschusses des Sächsischen Landtags hat aber deutlich gemacht, dass Wohnungslosigkeit im Freistaat nach wie vor ein großes Problem darstellt. Nach Ansicht der Experten sind vor allem immer mehr unter 25-Jährige betroffen, da auf sie das Hilfssystem nur beschränkt ausgerichtet ist.
Notwendig ist eine umfangreiche und detaillierte Kenntnis über Entwicklungen und den Stand der sozialen Lage in Sachsen. Der 1. Sächsische Lebenslagenbericht, der 2007 auf Initiative der SPD-Fraktion vorgelegt wurde, war deshalb ein großer Erfolg. Er bildete die Grundlage einer wirksamen und zielgenauen Sozialpolitik. Heute gibt es nur noch einzelne Fachberichte zur Lebenssituation von Kindern oder Senioren. Was aber fehlt, ist ein umfassender Bericht über Reichtum und Armut in Sachsen. Ich fordere die Staatsregierung daher auf, die Berichterstattung über die tatsächlichen sozialen Lebenslagen in Sachsen fortzuführen!
Es ist wichtig, diese Daten zu erheben. Jedoch kommt es dann vor allem darauf an, wirksame Handlungs- und Hilfskonzepte zur Überwindung prekärer Lebenslagen aufzulegen. Aber offensichtlich hat sich die CDU-FDP-Regierung mit der Armut in unserer Gesellschaft abgefunden und betreibt weiterhin ihre Vogel-Strauß-Sozialpolitik: Kopf in den Sand – Problem behoben!“
