Lehrerbedarf: Herr Wöller, nun ist schnelles Handeln gefragt!

Autor: 
Dr. Eva-Maria Stange
Datum: 
17.02.2010

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zum Lehrerbedarf in Sachsen:

 

„Heute hat die Landesregierung von Brandenburg verkündete, die Einstellungsquote für Lehrkräfte ab dem kommenden Schuljahr zu verdoppeln und auch bei den Referendariatsplätzen deutlich zuzulegen. Daran sollte sich Sachsen ein Beispiel nehmen. Ich fordere die Staatsregierung auf, nun endlich zu handeln: Herr Wöller, wenn Sie jetzt nicht handeln und mehr jungen Lehramtsabsolventen in Sachsen eine Chance geben, dann stehen sie in kurzer Zeit mit leeren Händen da.

 

Der Lehrerbedarf wird auch in Sachsen ab 2012 sprunghaft ansteigen. Die heutigen Ausbildungsplatzkapazitäten an den Universitäten in Dresden und Leipzig reichen nicht aus, um diesen erhöhten Bedarf vor allem bei Grund-, Mittel– und Förderschullehrkräften zu decken. Hinzu kommt die viel zu geringe Kapazität im Referendariat – der zweiten, praktischen Ausbildungsphase junger Lehrer.

 

Brandenburg wird – wie zuvor bereits Baden-Württemberg – mit Vollzeitstellen und Verbeamtung werben und so den höheren Bedarf abdecken können. Die Landesregierung von Brandenburg hat die richtigen Prioritäten für das Land erkannt. Die CDU/FDP-Regierung in Sachsen ist aber offenbar noch in der Suchphase. Sie sollte nur nicht zu lange dauern, sonst sind die jungen Leute weg und die Schulen wissen nicht, wie sie den Unterricht abdecken sollen.“

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