Schwarz-Gelb schwächt freiwilliges Engagement und soziale Arbeit

Autor: 
Henning Homann
Datum: 
18.02.2010

Henning Homann, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den Kürzungsplänen der Landesregierung im Bereich FSJ:

Landesregierung will FSJ-Stellen mehr als halbieren:

Schwarz-Gelb schwächt freiwilliges Engagement und soziale Arbeit

"Die schwarz-gelbe Landesregierung plant, die geförderten Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) noch in diesem Jahr mehr als zu halbieren: Waren im Haushaltsansatz für 2010 noch fast 2, 2 Millionen Euro dafür vorgesehen, so sollen es nach dem Willen des sächsischen Sozialministeriums nur noch 1.634.000 Euro sein. Das heißt: Von den bisherigen 1.111 geförderten FSJ-Stellen bleiben ab September nur noch 500 Stellen übrig.

Mit den drastischen Kürzungsplänen reißt die Staatsregierung gleich zwei Löcher: Zum nimmt sie zahlreichen jungen Menschen die Chance, in einer prägenden Lebensphase wichtige Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und auf das Berufsleben vorzubereiten. Zum anderen wird das soziale, kulturelle und politische Leben in Sachsen spürbar ausgedünnt. In Sachsen bieten 35 Träger FSJ-Stellen in den Bereichen Soziales, Kultur und Politik an. Wenn ihnen nun mehr als die Hälfte der geförderten Stellen gestrichen werden, fehlt ihnen eine notwendige Stütze. Hunderte von FSJlern leisten in ganz Sachsen eine engagierte Arbeit in Krankenhäusern, im Sozialdienst, in Alten, Pflege- und Kinderheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie in kulturellen Projekten und Umweltorganisationen. Auf ihre sinnvolle und notwendige Arbeit kann vielerorts kaum verzichtet werden.

Hier wird kein Sahnehäubchen weggewischt; hier werden freiwilliges Engagement und soziale Arbeit in ihrer Substanz massiv geschädigt. Ich fordere daher die Landesregierung auf, die Kürzungspläne dorthin zu packen, wo sie hingehört: in den Papierkorb!“

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10-391