Tourismusförderung darf nicht einbrechen.
Hanka Kliese, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den geplanten Kürzungen im Tourismusbereich durch die Sächsische Staatsregierung:
Tillich und Morlok müssen die Kürzungspläne zurücknehmen!
„Die geplanten Mittelkürzungen für den sächsischen Tourismus um bis zu 60 Prozent sind nicht akzeptabel und nachvollziehbar. Der Tourismus stellt schließlich einen wichtigen Wirtschaftsfaktor und eine ‚feste Größe‘ in Sachsen dar – wie ein CDU-Vertreter noch in der Aktuellen Debatte zum Tourismusstandort im Januar-Plenum äußerte. Umso unverständlicher ist es für mich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung an dieser Stelle nun den Rotstift ansetzen will. Die Mehrwertsteuer in der Hotelbranche zu senken und dann mit Kürzungen nachzuziehen, dokumentiert die Plan- und Strategielosigkeit der Staatsregierung in der Tourismuspolitik. Eine kontinuierliche Förderung wäre das bessere Instrument gewesen.
In einer gemeinsamen Stellungnahme an den Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich sowie an Staatsminister Sven Molok wandten sich bereits Ende letzter Woche die neun touristischen Regionalverbände und Vermarktungsorganisationen in Sachsen gegen die geplanten Kürzungen. Ihr Anliegen kann ich nur unterstützen: Ich fordere die sächsische Staatregierung und insbesondere den zuständigen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten und die drastischen Einsparpläne zu überprüfen und zu korrigieren!
Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass in touristische Infrastruktur investiert und das Tourismusmarketing gestärkt werden soll. Weniger Geld für touristische Projekte steht diesem Vorhaben aber diametral entgegen. Die sächsische Staatsregierung denkt an dieser Stelle mal wieder zu kurz. Die Folgen der Mittelkürzung für das Tourismusland Sachsen wären erheblich. Beispielsweise müssten dann Präsentationen der Verbände auf nationalen Messen ausfallen. Wenn aber nicht mehr um Gäste für Sachsen geworben wird, wäre ein Rückgang der Besucher- und auch Übernachtungszahlen die Folge. Damit der Tourismusstandort Sachsen nicht hinten runterfällt, müssen Tillich und Morlok die Kürzungspläne zurücknehmen!“
