SPD-Fraktion fordert Qualitätsprogramm für sächsische Kitas
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt aus Anlass des jüngsten Bundesländervergleichs zur Qualität der Frühkindlichen Bildung durch die Bertelsmann-Stiftung:
Kein Kind zurück lassen!
„Dank der Initiativen der SPD-Fraktion in den vergangenen Jahren konnten die Investitionen in die Frühkindliche Bildung kontinuierlich gesteigert werden. Somit konnten wir bundesweit einen Spitzenwert erreichen. Nun ist das Kultusministerium gefordert, endlich ein Qualitätsprogramm für Kitas auf den Weg zu bringen.
Der Betreuungsschlüssel in Krippen (1:6,4) und in Kindergärten (1:12,6) liegt weit über den Empfehlungen der Experten von 1:3 bzw. 1:7,5. Eine individuelle Förderung, wie sie im Bildungsplan gefordert ist, ist so nicht machbar. Bundesweit ist Sachsen leider auch hier Schlusslicht.
Erschreckend ist, dass in Sachsen nur etwa jedes zweite behinderte Kind in eine Regel-Kita gehen kann. In den Nachbarländern Thüringen und Sachsen-Anhalt ist das jedem behinderten Kind möglich (Deutschland: 77%). Sachsens schwarz-gelbe Landesregierung muss sich endlich von dem antiquierten selektiven Bildungssystem verabschieden. Jedes Kind hat ein Recht auf optimale Förderung in der Gemeinschaft von Anfang an. Der Bildungsplan muss endlich auch die integrative Förderung von behinderten Kindern aufnehmen und es müssen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen an unseren Kitas geschaffen werden.“
