Kürzungspläne der Bahn nicht akzeptabel

Autor: 
Mario Pecher
Datum: 
10.12.2009

Thema:  Kürzungspläne der Bahn

 

Mario Pecher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärte:

 

„Die von der Deutschen Bahn AG gestern angekündigte Schließungs- und Abbaupläne im Güterverkehr in Mitteldeutschland – besonders am Standort Dresden – sind für die SPD-Fraktion nicht akzeptabel. Zwar können wir nachvollziehen, dass die Bahn auch von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und nachlassenden Transportaufträgen betroffen sind. Allerdings müssen wir schon heute an die Zeit nach der Krise denken.

 

Die Prognosen des zukünftigen Güterverkehrsaufkommens vor allem Richtung Osteuropa wird in Zukunft wieder deutlich zunehmen. Für die kommenden Jahre prognostizierten Verkehrsexperten nahezu eine Verdopplung der Güterverkehrsleistung. Darüber hinaus ist es unser Ziel, aus ökonomischen wie ökologischen Gründen in Zukunft mehr auf den Verkehrsträger Bahn zu setzen. Eine Schließung von Standorten wäre dabei das völlig falsche Signal.

 

Die SPD Fraktion fordert Wirtschafts- und Verkehrsminister Morlok auf, im kommenden Wirtschaftsausschuss des Sächsischen Landtages über die Pläne der DB AG und die Maßnahmen der Staatsregierung umfassend zu berichten. Wir müssen dringend Klarheit bekommen, welche Folgen die angedachte Schließung der Servicestellen (Güterverkehrsstellen), der Werkstätten und des Rangierbahnhofes Dresden Friedrichstadt mit den damit einhergehenden Abbau von Arbeitsplätzen auf die Entwicklung des Wirtschafts- und Verkehrsstandortes in Sachsen haben. Darüber hinaus fordern wir Staatsminister Morlok auf, die  verkehrspolitischen Schlussfolgerungen darzulegen – insbesondere bei Aufgabe des grenznahen Rangierbahnhofes Dresden Friedrichstadt unter Einbeziehung der europäischen Verkehrsnetze.

 

Ich fordere die DB Schenker Rail Deutschland AG ausdrücklich dazu auf, ihre Pläne zu überdenken und mit Augenmaß zu entscheiden. Darüber hinaus sichert die SPD-Fraktion den Beschäftigten der Bahn ihre volle Unterstützung beim Kampf um den Erhalt der bedrohten Arbeitsplätze zu.“

 

 

Press-ID:
09-312