Rote Karte für zu hohe Strompreise! Wechseln lohnt. Kartellrecht anwenden.

Autor: 
Thomas Jurk
Datum: 
30.11.2009

Thomas Jurk, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den beabsichtigten Strompreissteigerungen:

„Mehrere Stromversorger wollen ihre Preise massiv erhöhen. Bis zum Jahresende werden mindesten 40 Versorger die Preise spürbar anziehen. Das muss sich der Kunde aber nicht gefallen lassen. Ich appelliere daher an die Bürgerinnen und Bürger, ihr Recht auf Wechsel zu einem billigeren Anbieter zu nutzen. Zeigen Sie ihrem Stromanbieter die Rote Karte, wenn er Wucherpreise nimmt! Nutzen Sie die Auswahl an vielen dutzenden Produkten diverser Anbieter in ihrer Region! Im Internet oder bei den Energieberatern der Verbraucherzentralen finden alle Kunden kompetenten Rat.

 

Häufig werden erhöhte Durchleitungsgebühren für die Stromnetze sowie die Umlagen für erneuerbare Energien für den Preisanstieg verantwortlich gemacht. Aber ein Großteil des Strompreises wird durch die Erzeugung bestimmt. Nun bewegen sich die Großhandelspreise für Strom an den Börsen aber auf niedrigem Niveau. Es stellt sich also durchaus die berechtigte Frage, warum dann so viele Stromversorger ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent anheben wollen. Nachdem die staatliche Strompreisgenehmigung leider abgeschafft wurde, ist es umso wichtiger, dass nun die Möglichkeiten des Kartellrechts voll ausgeschöpft werden. Das ist gerade deshalb geboten, weil eine Reihe von Anbietern keine Preiserhöhungen vornimmt. Willkür und Abzocke müssen mit allen Mitteln verhindert werden.“

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09-298