Stange fordert bildungspolitische Korrekturen: Betreuungsschlüssel auf mindestens 1:12 senken!
Thema: IAB-Studie zu Fachkräftemangel
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
Stange fordert angesichts der vom IAB veröffentlichten Studie zum drohenden Fachkräftemangel im Osten Deutschlands dringende Korrekturen in der Bildungspolitik und verstärkte Investitionen in die Bildungseinrichtungen Sachsens: „Kein Kind darf zurückgelassen werden. Zudem brauchen wir eine bestmögliche Förderung von Anfang an – unabhängig von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern. Frühe Auslese verschärft die Problematik nur. Mit großen Gruppen in den Kindergärten und einem Hürdenlauf durch ein selektives Schulsystem wird Sachsen dem Fachkräftemangel nicht begegnen können. Jedes Kind ohne Schulabschluss ist ein gesellschaftliches und persönliches Desaster.“
Notwendige Bildungsinvestitionen dürfen nicht der Sparwut zum Opfer fallen. „Solange Erzieherinnen mit 20 drei- bis sechsjährigen Kindern in einer Gruppe Höchstleistungen erbringen müssen, kann man nicht erwarten, dass alle Kinder individuell gefördert werden.“
Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert die Landesregierung auf, den Betreuungsschlüssel auf mindestens 1:12 zu senken. „Die FDP sollte sich an ihre Wahlversprechen gegenüber Eltern und Erzieherinnen erinnern, statt auf abenteuerliche Steuersenkungen mitten in der Finanzkrise zu setzen. Herr Zastrow, was sind Ihnen denn die Kinder wirklich wert?“
