Länderstudie bestätigt falschen Kurs in Sachsen: Schüler müssen besser gefördert werden!
Martin Dulig, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu der heute von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder vorgelegten Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“:
Schüler müssen besser gefördert werden!
„Auch im innerdeutschen Vergleich steht Sachsen mit nur 26,8 Prozent Hochschulzugangsberechtigten schlecht da gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 34,4 Prozent und erst recht gegenüber dem OECD-Durchschnitt von 56 Prozent“, kommentiert Martin Dulig die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder heute vorgelegten Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“. Dulig weiter: „Wir müssen also alles tun, um deutlich mehr jungen Menschen das Abitur zu ermöglichen. Auch in Sachsen können wir den OECD-Durchschnitt erreichen, denn unsere Kinder und Jugendlichen sind mit Sicherheit nicht weniger intelligent oder leistungsbereit wie andernorts!“
Aber auch um die Jugendlichen ohne Schulabschluss muss sich Sachsen stärker kümmern: „Einfach nur an den Förderschulen einen neuen Abschluss unterhalb des Hauptschulabschlusses einzuführen, wie dies Staatsminister Wöller plant, ist nichts als Kosmetik. Denn es ändert nichts daran, dass die Erwerbschancen für Menschen ohne Abschluss in Sachsen besonders schlecht sind: nur 39 Prozent dieser Gruppe haben eine Beschäftigung. Dabei darf es aber nicht darum gehen, mehr Arbeitsplätze für Ungelernte zu schaffen, sondern weniger Ungelernte hervorzubringen.“
Dulig abschließend: „In der modernen Wissensgesellschaft ist Bildung die Voraussetzung für ein erfülltes und selbstverantwortetes Leben. Bildung ist also die soziale Frage Nr. 1. Und die Antwort auf diese Frage heißt Fördern und nicht Aussortieren.“
