Neue Studie der Wirtschaft belegt Ungerechtigkeit des deutschen Schulsystems

Autor: 
Martin Dulig
Datum: 
27.08.2009

Martin Dulig, Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

 

Neue Studie der Wirtschaft belegt Ungerechtigkeit des deutschen Schulsystems

 

„Eine jetzt bekannt gewordene Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)* belegt die große Ungerechtigkeit des gegliederten Schulwesens. Wenn in der untersuchten Stichprobe 30 Prozent der Schüler die ‚falsche‘ Schule besuchen und es in Sachsen sogar 45 Prozent sind, dann stellt sich doch die Frage, ob wir nicht das falsche System haben“ kommentiert Dulig die Ergebnisse der Studie.

 

„Verantwortungsvolle Bildungspolitik kann nicht aus ideologischen Gründen einfach so weiter machen mit der Verteilung der Schüler auf verschiedene Schularten. Denn das zementiert ungerechte Bildungschancen. Ein gerechtes Bildungssystem hingegen fördert jeden Einzelnen – ohne dass die Schüler in vermeintlich Gute und Schwache aufgeteilt werden.“

 

Zugleich verweist der Bildungspolitiker auf die in der Studie im Detail nachgewiesene Abhängigkeit des Bildungserfolges vom Elternhaus. „Unsere Gemeinschaftsschule ist als Ganztagsschule mit neuer Lernkultur auch die Antwort auf diese soziale Frage“, stellt Dulig abschließend fest.

 

* Johannes Uhlig, Heike Solga, Jürgen Schupp: Ungleiche Bildungschancen: Welche Rolle spielen Underachievement und Persönlichkeitsstruktur? (Discussion Paper SP I 2009-503) http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2009/i09-503.pdf

Press-ID:
09-208