Eltern nicht länger für die Schule zahlen lassen
Martin Dulig, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
„Dieses Jahr kann und muss das letzte werden, an dem Eltern von den Schulen für die Beschaffung von Lernmitteln zur Kasse gebeten werden“, greift Martin Dulig den Ärger vieler Eltern am Schuljahresanfang auf.
Inzwischen ist es in vielen Schulen schon selbstverständlich, dass Eltern Arbeitshefte und Arbeitsmaterialien oder nicht vorhandene Schulbücher in Rechnung gestellt werden. „Wir wissen noch aus der vorjährigen Umfrage, dass sich diese Kosten zu stattlichen Beträgen summieren können. Das entspricht weder unseren Vorstellungen von einem kostenfreien Schulbesuch, noch ist es sozial vertretbar.“
Einen ersten Erfolg konnte die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag bereits bei den letzten Haushaltsverhandlungen verbuch: Im Doppelhaushalt für die Jahre 2009/2010 konnten jeweils 5 Millionen Euro für die Schulträger bereitgestellt werden, um die Ausstattung der Schulen mit Lernmitteln zu verbessern. Die Vorstellungen der SPD gehen aber deutlich darüber hinaus. Das Konzept der SPD-Fraktion sieht vor, dass Schulen künftig ein schülerbezogenes festes Budget für Lernmittel erhalten – mit der Verpflichtung, die Eltern nicht mehr an den Kosten zu beteiligen.
Dulig abschließend: „Wir wollen, dass der Schulbesuch in Sachsen tatsächlich kostenfrei wird. Familien dürfen nicht mit horrenden Summen für zum Teil fragwürdige Lernmittel belastet werden. Außerdem wollen wir damit Impulse in die Schulen geben, ihre Lernkultur zu modernisieren.“
