Gerlach: Windkraft ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor für Sachsen
Johannes Gerlach, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den Äußerungen von Landrat Volker Uhlig (Mittelsachsen) in der heutigen Sächsischen Zeitung bezüglicher neuer Windkraftanlagen:„Immer noch werden Windkraftanlagen zu Horrormonstern hochstilisiert: Von Menschen, die sich das einfach haben einreden lassen und die technischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre nicht mit verfolgen konnten. Dauer-Stroboskop-Blinker gehören schon lange der Vergangenheit an! Auch drehen sich hohe Windanlagen deutlich langsamer als niedrige, so dass die „Unruhe“ deutlich geringer – auch für die Tierwelt – ist.
Aber (un)-verantwortliche Politiker - wie z.B. Landrat Uhlig, der ebenso wie sein großer politischer Vorfahre Kurt Biedenkopf ein regelrechter Windkrafthasser zu sein scheint – ignorieren diese technischen Fortschritte. Hat Biedenkopf mit seinen Äußerungen z. B. noch dafür gesorgt, dass ein großer Windanlagenhersteller statt nach Sachsen nach Brandenburg ging und dort mehr als 500 Arbeitsplätze schuf, so ist Landrat Uhlig auf dem besten Wege, Investitionen in seiner Region zu verhindern, statt sie zu befördern.
Ich fordere ihn auf, anhand seiner Äußerung in der heutigen Sächsischen Zeitung (“Der geplante Windkraftpark [im tschechischen Grenzgebiet] stellt eine Gefahr für die touristische und damit wirtschaftliche Entwicklung des Erzgebirges dar.“) einmal an zwei konkreten Beispielen darzulegen, wo aufgrund von Windkraftanlagen die „touristische und damit wirtschaftliche Entwicklung“ gelitten habe.
Ist es nicht vielmehr so, dass sächsische Unternehmen wegen der Verhinderungspolitik solcher Politiker sich mit tschechischen Firmen und Kommunen zusammen tun, um in Tschechien die Wertschöpfung zu realisieren, die eigentlich bei uns in Sachsen dringend gebraucht wird?
Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Sie schonen die Umwelt, bringen wissenschaftlichen Fortschritt, stärken die Wirtschaft und schaffen Beschäftigung. Daher müssen wir sie fördern und ausbauen!“
