Mobilität für alle: SPD- Landtagsfraktion will Mobilitätsticket einführen

Datum: 
06.06.2009

Dr. Simone Raatz, stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärte am Rande der Auftaktveranstaltung „Sozial mobil in Sachsen“ des DGB am heutigen Tag in Dresden: Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag will ein Mobilitätsticket für Sachsen einführen. Damit sichern wir insbesondere für Geringverdienende, Rentner, Familien mit Kindern, Alleinerziehende und sozial Schwache die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mobilität ist für uns vor allem ein wichtiger Bestandteil der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Wir müssen mobil sein, um soziale Kontakte zu pflegen und um Einzelhandels-, Versorgungs- und Gesundheitsdienstleistungen zu erreichen. Vor allem ist Mobilität ein entscheidender Faktor, um sozialer Isolation und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Sie ist oft eine wesentliche Voraussetzung für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Wer an der Gesellschaft aktiv teilhaben will, muss auch hinkommen. Genau aus diesem Grund brauchen wir ein Mobilitätsticket, das die Sicherung eines für soziale Teilhabe erforderlichen Mindestmaßes an Mobilität für alle gewährleistet. Erfahrungen aus den Städten Köln, Berlin und Dortmund sowie aus dem Bundesland Brandenburg zeigen, dass das Mobilitätsticket vielversprechende Perspektiven bietet. Was dort funktioniert, muss auch bei uns in Sachsen machbar sein. Die SPD Landtagsfraktion hatte bereits in den Beratungen zum Doppelhaushalt 2009/2010 die Einführung eines Mobilitätstickets in der Modellregion „Stadt Leipzig und Kreis Leipziger Land“ durchsetzen wollen. Leider verweigerte sich unser Koalitionspartner CDU diesem Anliegen, sozial schwachen Bürgern die Mobilität zu sichern. Die SPD-Fraktion wird aber alles daran setzen, niemanden zurück zu lassen. Wie werden deshalb nicht nachlassen mit unserer Forderung ein Mobilitätsticket in Sachsen einzuführen.“

Press-ID:
09-112